Eisfabrik – Achtzehnhundertunderfroren

Quelle: Dark Musik World

Die Tage werden langsam kälter und die Menschen holen schon ihre dicken Jacken hervor. Passend zu den kommenden düsteren kalten Tagen lassen die drei Eisfabrikanten Dr. Schnee, Der Frost und Celsius nun die Szene mit neuem Material gefrieren. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung des Debüt-Albums „When Winter Comes“ (2015), der beiden EP´s „Ice Cristal“ (2015) und „Maschinen“ (2015) legte der elektronische Transsibirische Express noch im gleichen Jahr das zweite Album „Eisplanet“ (2015) vor und im Frühjahr 2016 mit der EP „Walking Towards The Sun“ nach. Zwischen den ganzen Veröffentlichungen tourten EISFABRIK im letzten Jahr als Support für Project Pitchfork quer durch Deutschland und machten dabei auch erstmals einen Abstecher nach Österreich. Im Frühjahr März / April 2016 gingen die drei Herren gemeinsam mit den Düster-Rockern von Mono Inc. auf Tour und stellten ausgiebig ihre Songs (eine Mischung aus modernem Elektro mit clubtauglichem Synthie- und Futurepop, elektronisch unterkühlte Visualisierungen und einer wahrlich „coolen“ Bühnenshow) vor. Jetzt ist die Zeit für das neue Album „Achtzehn- hundertunderfroren“ gekommen.

Der Titel des Albums erklärt sich wie folgt: „Bereits vor 200 Jahren kam den Electro-Pop- Pionieren von der EISFABRIK die Idee zu ihrem aktuellen Album. Dieses Kunstwerk wurde bereits im Jahr 1816, dem „Jahr ohne Sommer“, konzipiert und trägt nicht zuletzt deshalb den Namen „Achtzehnhundertunderfroren“. Im nordamerikanischen Raum wurde das Album bereits „Eighteen hundred and frozen to death“ genannt, kam aber aufgrund der widrigen Witterungs- bedinungen nie in Europa auf den Markt. Trotz der allgemeinen Großwetterlage ist es Eisfabrik-Forschern nun aber doch gelungen, Musiker und Masterbänder aufzutauen. Selbst eine Tournee wurde zusammen- gestellt, um von Eisplaneten und kalten Wintern zu berichten. Da einem bei Eisfabrik-Shows naturgemäß das Blut in den Adern gefriert, wird geraten, entsprechende Kleidung bereit zu halten.“

Am 25. November 2016 erscheint nun also das neue und mittlerweile dritte Studioalbum namens Achtzehnhundertunderfroren via NoCut. 12 brandneue Tracks sind drauf, wir werden jetzt jede einzelne Schnee-Perle für Euch testen. Schon der Opener „The coldest Summer“ passt zum Albumstitel. Wunder- schöne, eiskalte, dennoch sehr warme Synthie-Sounds und Melodien wehen dem Hörer entgegen, während es tanzbar wird und verzweifelt dramatisch druckvoller Gesang dazu kommt. Also alles perfekt für die EISFABRIK 2016! Unterkühlt, stampfend, eiskalte Thematik, entsprechend druckvoller Gesang, gefühlvoller Refrain, man ist sofort verliebt. Das ist „A murdered Love“. So richtig schön tanzbar wird es mit „Sensations of Pain“, das erste etwas düstere Lied. Tanzt einfach durch den Eispalast und lasst Euch einschneien! Die erste, richtig feine deutsche Schnee-Perle ist „Zu den Sternen“. Tief treffender Text, wunderschöne Melodien, allerfeinster Gesang. Diese Kombo wird alles auftauen und gleichzeitig gefrieren! Ein weiterer Zeuge für den durchaus sehr zutreffenden Albumtitel ist „Hell is made of Ice“. Entsprechend teuflisch, höllisch und eiskalt geht es hier auch zur Sache und es ist ein eindeutiger Vertreter der härteren Gangart der Eisfabrikanten. Sehr viel Gefühl findet sich dennoch im Refrain. Ein kleines Höllenfeuer im Eismeer. Sehr viel Freude bereitet auch der „Love Planet 69“, der eine leichte Hippie-Attitüde in die Schneefabrik bringt. Damit wird alles etwas bunter und lustiger. „Magical Winter“. Treffender hätte man es nicht formulieren können. Extrem tanzbar, crazy Melodien, das Tanzbein wackelt sofort mit, der Gesang sprüht die Sahne auf´s Eis. Das ist wirklich ein magischer Winter. EBM, Synthie Pop, traurige nachdenklich stimmende Atmosphäre, tief treffender Gesang, feiner Text. Das ist „The Survival of the strongest Mind“. 1816 im „Jahr ohne Sommer“ war das garantiert ein Überlebender. Ihm wird somit ein Monument gesetzt. Alleroberster Favorit! Mit „It´s not Goodbye“ wird es wieder extrem romantisch. Dieser kleine Eiskristall wird auch das tiefste dunkelste Eisland überstrahlen und erhellen! Stampfender EBM, unterkühlte Synths, eiskalte Stimmung, entsprechend kalter Gesang. So präsentiert sich „Millenium Find“. Das schnellste, eingängigste Liedlein ist ein- deutig das „Rainbow Child“ und ich möchte es Euch ganz besonders empfehlen. Ihr müsst es Euch unbedingt anhören! Das zweite deutsche Goldstück nennt sich „Die letzte Seefahrt“. Nostalgische Melodien, elektronisch verzerrter Gesang, gefühl- voller Gesang, extrem viel Herzblut, wunderschöner Text. Mit dieser bezaubernd traurigen Seefahrt verlassen die Eisfabrikanten auch dieses Album mit einer riesen Welle an Emotionen.

Fazit: EISFABRIK ist einfach gleichzeitig auch eine Hitfabrik und Goldmine! Alles, was das Trio macht, begeistert. So schafft es auch das dritte Meisterwerk, auf ganzer Linie zu punkten. Neue Ufer werden befahren, alte Berge erklommen und auch gesanglich wird einiges ausprobiert. Alle Eiszapfen treffen und werden die Herzen der Fans ebenso wie die der Electro-Gemeinde schmelzen, bis es neue Meere werden. Damit ende ich, bedanke mich bei der EISFABRIK und Euch, sage bis bald und stay tuned! Euer Krähenkönig

Tracklist:

01. The Coldest Summer
02. A Murdered Love
03. Sensations Of Pain
04. Zu Den Sternen
05. Hell Is Made Of Ice
06. Love Planet 69
07. Magical Winter
08. The Survival Of The Strongest Mind
09. It’s Not Goodbye
10. Millennium Find
11. Rainbow Child
12. Die Letzte Seefahrt

 

VÖ: 25.11.2016
Genre: Electronic / Futurepop
Label: NoCut